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Glossar

Anwendungsverwaltung

Anwendungsverwaltung ist die deutsche Bezeichnung für Mobile Application Management (MAM): die zentrale Verteilung, Konfiguration, Aktualisierung und Entfernung von Apps auf Unternehmensgeräten. Für ein IT-Team ist es die Frage, wie Apps ohne App-Store-Konto und ohne Nutzeraktion auf 500 Geräte kommen und dort in der richtigen Version bleiben.

So funktioniert es

Der Begriff taucht in deutschen Ausschreibungen auf, in der Fachwelt heißt es MAM. Gemeint ist immer dasselbe: eine Konsole, in der Apps katalogisiert, Gruppen zugewiesen und mit Einstellungen versehen werden, bevor sie auf dem Gerät landen.

Die Quellen sind die öffentlichen Stores (Apple VPP über Apple Business Manager, Managed Google Play) und die eigenen Builds als APK oder IPA. Ab dort übernimmt das Betriebssystem: iOS installiert verwaltete Apps über das MDM-Protokoll, Android über den Device Owner oder das Arbeitsprofil. Die Installation läuft still, Updates auch.

Verwaltete App-Konfiguration ergänzt das Ganze. Serveradressen, Tenant-IDs und Funktionsschalter kommen mit der Installation, sodass der erste Start ohne Eingabe funktioniert. Der Artikel zu MAM in diesem Glossar beschreibt die Mechanik ausführlich.

Warum es für eine Geräteflotte wichtig ist

Anwendungsverwaltung ist der Teil der Geräteverwaltung, den Nutzer täglich spüren. Eine fehlende App oder eine veraltete Version blockiert Arbeit sofort, ein falsch gesetzter Passcode fällt erst beim Audit auf.

Zwei Zahlen zur Einordnung. Manuelle Installation kostet rund zehn Minuten pro App und Gerät. Und in Geräteflotten ohne zentrale Verwaltung laufen erfahrungsgemäß drei bis vier Versionen derselben App parallel, was jeden Supportfall zur Detektivarbeit macht.

Auf privaten Geräten ist Anwendungsverwaltung oft der einzige akzeptable Eingriff: Die IT steuert die Arbeits-Apps, den Rest des Telefons nicht.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa liefert jeder Geräteflotte einen unternehmenseigenen App Store mit öffentlichen Apps aus Managed Google Play und Apple VPP sowie privaten Apps als APK und IPA, versioniert und pro Gruppe zugewiesen. Einstellungen reisen per verwalteter App-Konfiguration mit, das Entfernen ist eine einzige Aktion. Der komplette Umfang steht auf der Seite zum Mobile Application Management.

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Häufige Fragen

Ist Anwendungsverwaltung ohne MDM möglich?
Ja, als eigenständiges MAM. Intune bietet das etwa mit App Protection Policies, die nur die Microsoft-Apps steuern, ohne das Gerät zu registrieren. Der Preis ist Reichweite: Ohne MDM-Registrierung lassen sich keine beliebigen Apps still installieren, und Geräteeinstellungen bleiben unerreichbar. Für Firmengeräte ist die Kombination aus MDM und MAM der Normalfall.
Welche Apps kann ich über Anwendungsverwaltung verteilen?
Alle Apps aus dem App Store und Google Play, die Sie über Apple Business Manager oder Managed Google Play freigeben, dazu eigene Builds als APK oder IPA und Web-Apps als Homescreen-Link. Ausgeschlossen sind Apps, deren Lizenz eine Verteilung an Unternehmen untersagt, und auf iOS Apps ohne Store-Eintrag, sofern sie nicht als Custom App oder über ein Enterprise-Zertifikat signiert sind.