Glossar
App-Katalog
Ein App-Katalog ist die Liste der Anwendungen, die Ihre IT für eine Flotte freigegeben hat, inklusive Zuweisung an Gruppen und Installationsart. Für Nutzer ist er die Stelle, an der sie ohne Ticket an die Werkzeuge kommen, für die IT die Stelle, an der Freigabe, Version und Verbreitung dokumentiert sind.
So funktioniert es
Ein Katalog vereint drei Quellen. Öffentliche Apps kommen auf Android aus managed Google Play und auf Apple-Geräten über VPP-Lizenzen aus Apple Business Manager. Private Apps sind Ihre eigenen Builds, als APK oder IPA oder als Custom App über Apple Business Manager. Und Web-Apps, also verlinkte Anwendungen mit Symbol, runden die Liste ab.
Jeder Eintrag trägt Metadaten, die über die Qualität des Katalogs entscheiden: Beschreibung, Symbol, Version, Kategorie, Zielgruppe und Installationsart. Bei der Installationsart unterscheiden sich zwei Wege deutlich. Pflichtinstallation schiebt die App still auf das Gerät, ohne Zutun des Nutzers, was für Sicherheits- und Kernanwendungen richtig ist. Selbstbedienung stellt die App im Unternehmens-App-Store bereit, der Nutzer entscheidet, und Sie sehen an den Installationszahlen, was tatsächlich gebraucht wird.
Dazu kommt die Versionspolitik. Ein Katalog, der nur die jeweils neueste Version kennt, lässt Ihnen keinen Rückweg, wenn ein Update einen Fehler mitbringt. Halten Sie mindestens die Vorgängerversion vor und testen Sie neue Builds an einem Pilotkreis, bevor die ganze Flotte sie bekommt. Bei öffentlichen Apps lässt sich auf Android über managed Google Play die automatische Aktualisierung steuern, auf iOS über die Einstellung, ob das MDM Updates erzwingt.
Warum es für eine Flotte wichtig ist
Ein gepflegter Katalog ist das beste Mittel gegen Schatten-IT. Findet ein Monteur die passende App in zwei Klicks in seinem Unternehmens-App-Store, lädt er keine fremde aus dem öffentlichen Store. Fehlt sie, sucht er sich selbst etwas, und Ihre Daten landen in einem Dienst ohne Vertrag.
Für Audits ist der Katalog ein Nachweis. Sie können belegen, welche Software auf welchen Geräten freigegeben ist, wer sie zugewiesen hat und in welcher Version sie läuft. Das ist auch die Grundlage für Lizenzverwaltung: 300 VPP-Lizenzen, 210 Zuweisungen, 90 wieder einsammelbar.
Pflegeaufwand unterschätzen viele. Ein Katalog verkommt innerhalb eines Jahres, wenn niemand ausgediente Apps entfernt. Setzen Sie einen halbtägigen Termin pro Quartal, in dem Sie Einträge ohne Installationen und Apps ohne Pflegeverantwortlichen streichen.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa führt öffentliche Apps aus managed Google Play und Apple VPP zusammen mit Ihren eigenen APK- und IPA-Dateien in einem Katalog, weist sie pro Gerätegruppe zu, verteilt still oder zur Selbstbedienung im Unternehmens-App-Store, hält alle Versionen vor und liefert Einstellungen per verwalteter App-Konfiguration mit. Den Umfang beschreibt die Seite Mobile Application Management.
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