Apple hat am 14. April 2026 Apple Business gestartet, eine kostenlose Plattform, die Apple Business Manager, Apple Business Essentials und Apple Business Connect in einer einzigen Konsole zusammenfasst. Sie umfasst ein integriertes Gerätemanagement, E-Mail mit eigener Domain, ein Mitarbeiterverzeichnis, iCloud-Speicher sowie kundenorientierte Werkzeuge wie gebrandete Profile in Karten und Safari. Der Teil zum Gerätemanagement ist Apples erstes kostenloses MDM und in über 200 Ländern verfügbar.
Für IT-Teams, die bereits ein MDM eines Drittanbieters nutzen, lautet die Frage schlicht: Ersetzt Apple Business, was Sie heute einsetzen? Die kurze Antwort ist nein. Apples integrierte Verwaltung deckt die Grundlagen ab, lässt aber die meisten Funktionen aus, auf die sich Organisationen mit 50 und mehr Geräten täglich verlassen. Hier steht, was die Plattform leistet, was nicht, und wie Sie entscheiden.
Was Apple Business enthält
Apple Business führt drei bislang getrennte Produkte in einem Dashboard zusammen. Für unternehmenseigene Macs lohnt der Vergleich mit dem macOS-Gerätemanagement.
Gerätemanagement. Einstellungen konfigurieren, Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, Apps verteilen und Geräte in Gruppen organisieren. Apple nennt seine Vorkonfigurationsvorlagen "Blueprints", die eine Zero-Touch-Bereitstellung für neue Geräte ermöglichen. Unterstützt auf iPhone, iPad und Mac.
Managed Apple Accounts. Arbeitskonten mit kryptografischer Trennung zwischen persönlichen und geschäftlichen Daten. Mitarbeiter erhalten eine berufliche Apple-ID, die an die Unternehmensdomain gebunden ist, während die privaten iCloud-Daten vollständig getrennt bleiben.
Kommunikationswerkzeuge. Professionelle E-Mail, Kalender und Verzeichnisdienste unter Ihrer Unternehmensdomain. Apple bietet "Domain Connect" für die Domain-Konfiguration mit einem Klick.
Kundenbindung. Gebrandete Unternehmensprofile in Karten, Safari, Siri und Spotlight. Bestellverfolgung in Wallet. Tap-to-Pay-Branding. Anzeigen in Karten ab Sommer 2026 (USA und Kanada).
iCloud-Speicher. 5 GB pro Nutzer kostenlos enthalten, mit kostenpflichtigen Stufen bis 2 TB (9,99 $ pro Monat und Nutzer). Derzeit nur in den USA verfügbar.
AppleCare+ for Business. Optional (6,99 $ pro Monat für ein Gerät, 13,99 $ pro Monat für mehrere Geräte) mit beschleunigtem Service. Derzeit nur in den USA verfügbar.
Was Apple Business NICHT enthält
Hier wird es für IT-Teams entscheidend. Auf Grundlage praktischer Tests unseres Produktteams fehlen dem integrierten MDM von Apple mehrere Funktionen, die die meisten Organisationen als unverzichtbar betrachten:
Keine App-Konfigurationsverwaltung. Sie können Apps auf Geräte übertragen, sie aber nicht aus der Ferne konfigurieren. Managed App Configuration (AppConfig) erlaubt es, Anmeldedaten, Server-URLs und Funktions-Flags in einer App voreinzustellen, bevor der Nutzer sie öffnet. Apple Business unterstützt das nicht. Ihre Nutzer müssen jede App manuell einrichten.
Keine E-Mail-Konfigurationsverwaltung. Apple Business kann keine E-Mail-Kontokonfigurationen (Exchange, Gmail, IMAP) an Geräte ausrollen. Wenn Ihre Organisation Microsoft 365 oder Google Workspace nutzt (was auf die meisten zutrifft), müssen Sie E-Mail-Konten weiterhin auf jedem Gerät von Hand einrichten oder ein echtes MDM zur Verteilung der Konfiguration verwenden.
Nur teilweise Einschränkungen. Apples MDM-Protokoll unterstützt über 100 Restriktions-Payloads (Kamera deaktivieren, App Store sperren, Bildschirmaufnahme verhindern, verschlüsselte Backups erzwingen und mehr). Apple Business stellt über seine Oberfläche nur einen Teil davon bereit. Fehlt die von Ihnen benötigte Einschränkung in der Oberfläche, kommen Sie nicht weiter.
Eigene Profile jetzt unterstützt (mit Einschränkungen). Apple hat Apple Business inzwischen um die Unterstützung eigener Konfigurationsprofile erweitert. IT-Teams können nun VPN-, Zertifikats- und WLAN-Profile bereitstellen. MDM-Lösungen von Drittanbietern bieten jedoch weiterhin eine größere Bandbreite an Payloads, Vorlagenbibliotheken und die Möglichkeit, Profile über Apple- und Android-Geräte hinweg aus einer einzigen Konsole zu verteilen.
Verwaltung von OS-Updates. Apple Business unterstützt inzwischen Update-Steuerungen für macOS und iOS/iPadOS, einschließlich Aufschuboptionen. Für Organisationen, die gestaffelte Rollouts über Gerätegruppen oder das Festhalten einer Version für Compliance-Tests benötigen, bietet ein MDM eines Drittanbieters eine feinere Zeitplanung.
Nur Apple-Geräte. Selbstverständlich. Wenn Sie neben Apple auch Android-Geräte verwalten (was laut IDC 68 % der Unternehmen tun), deckt Apple Business bestenfalls die Hälfte Ihrer Geräteflotte ab.
Apple Business und Appaloosa im Funktionsvergleich
| Funktion | Apple Business (kostenlos) | Appaloosa |
|---|---|---|
| Unterstützte Plattformen | iPhone, iPad, Mac | iPhone, iPad, Mac, Android, Windows |
| Zero-Touch-Registrierung | Ja (ADE + Blueprints) | Ja (ADE + Android Zero-Touch) |
| App-Bereitstellung | App Store + VPP-Apps | App Store + VPP + interne Unternehmens-Apps (IPA, APK) |
| App-Konfiguration (AppConfig) | Nein | Ja |
| Enterprise App Store | Ja (grundlegend) | Ja (gebrandeter privater App-Katalog) |
| E-Mail-/Exchange-Konfiguration verteilen | Nein | Ja (Exchange, Gmail, IMAP) |
| WLAN-/VPN-/Zertifikatsprofile | Eingeschränkt (nur Oberflächenoptionen) | Vollständig (eigene Profile, 802.1X, SCEP) |
| Einschränkungen | Teilweise (Teilmenge der Apple-Payloads) | Vollständig (alle Apple- und Android-Einschränkungen) |
| Eigene Konfigurationsprofile | Ja | Ja |
| Steuerung von iOS-/iPadOS-Updates | Ja (grundlegend, automatisches Update) | Ja (aufschieben, planen, gestaffelte Rollouts) |
| Kiosk-Modus | Nein | Ja (Einzel-App und Multi-App) |
| Fernwartung | Nein | Ja (Bildschirmansicht + geführte Fehlerbehebung) |
| BYOD (Arbeitscontainer) | Ja (erfordert Managed Apple Account) | Ja (kein Managed Account nötig, iOS + Android Work Profile) |
| Compliance-Berichte | Grundlegend | Detailliert (DSGVO, NIS2, Prüfprotokolle) |
| Preis | Kostenlos (+ Speicher-/AppleCare-Zusätze) | Preis pro Gerät, 14 Tage kostenlos testen |
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Apples kostenloses MDM ergibt für ein bestimmtes Profil Sinn: ein kleines Unternehmen mit weniger als 20 Apple-Geräten, ohne Android-Geräte, ohne komplexe Sicherheitsanforderungen und ohne Bedarf an granularer Konfigurationskontrolle.
Denken Sie an ein Designstudio mit 10 MacBooks und 5 iPads. Es braucht grundlegende Sicherheit (Code-Sperre erzwingen, Fernlöschung). Apple Business leistet das, ohne für ein Werkzeug eines Drittanbieters zu zahlen.
Doch sobald Komplexität hinzukommt, treten die Grenzen zutage. Eine Einzelhandelskette mit 200 iPads im Kiosk-Modus? Apple Business kann Geräte nicht auf eine einzige App sperren. Ein Logistikunternehmen mit einer gemischten Geräteflotte aus iPhones und Android-Scannern? Apple Business rührt Android nicht an. Eine Gesundheitseinrichtung, die VPN-Zertifikate verteilen und den Kamerazugriff in Patientenbereichen sperren muss? Die Grenzen bei Einschränkungen und Profilen machen das unpraktikabel.
Wie Apple Business und MDM-Lösungen von Drittanbietern zusammenspielen
Apple hat das klar dokumentiert: Bei der Anmeldung zu Apple Business können Sie "External Management" wählen, um eine MDM-Lösung eines Drittanbieters anzubinden, statt Apples integrierte Verwaltung zu nutzen. Das ist kein Entweder-oder. Apple Business übernimmt Kontoverwaltung und Beschaffung (Managed Apple Accounts, VPP-App-Lizenzierung, Eigentumsnachweise der Geräte), während Appaloosa das eigentliche Gerätemanagement übernimmt.
So arbeiten die meisten Unternehmen heute bereits mit Apple Business Manager. Apple Business Platform fasst lediglich die Oberfläche zusammen. Wenn Sie Appaloosa bereits mit Apple Business Manager für die automatische Geräteregistrierung nutzen, ändert der Wechsel zu Apple Business Platform Ihr Apple-Dashboard, nicht aber Ihren MDM-Ablauf.
Der Weg über "External Management" ist auch dann die richtige Wahl, wenn Sie über Apples Grenzen hinauswachsen wollen. Mit Apples kostenlosem MDM zu starten und später zu wechseln bedeutet, jedes Gerät neu registrieren zu müssen, was den Betrieb stört. Von Tag eins an ein MDM eines Drittanbieters zu nutzen, erspart diese Migration vollständig.
Drei Szenarien, in denen Sie mehr als Apple Business brauchen
Sie verwalten Android-Geräte. Jedes Android-Gerät in Ihrer Geräteflotte bedeutet, dass Apple Business nur einen Teil Ihres Bedarfs abdeckt. Ein einziges MDM, das iOS und Android verwaltet (wie Appaloosa), macht zwei getrennte Verwaltungswerkzeuge überflüssig.
Sie nutzen den Kiosk-Modus oder gemeinsam genutzte Geräte. Einzelhandel, Gastgewerbe, Gesundheitswesen und Logistik verlassen sich alle auf den Kiosk-Modus, um Tablets auf bestimmte Apps zu sperren. Apple Business bietet das nicht.
Sie benötigen Compliance-Nachweise. DSGVO, NIS2, HDS und PCI-DSS verlangen alle einen dokumentierten Nachweis, dass Geräte die Sicherheitsstandards erfüllen. Apple Business liefert grundlegende Statusansichten. Ein vollwertiges MDM liefert Prüfprotokolle, Compliance-Berichte und automatische Behebung. Ein Hinweis für DACH-Käufer: Maßgeblich für die Souveränität ist die Jurisdiktion des Anbieters, nicht der Standort der Hardware. Appaloosa wird in Frankreich gehostet, auf einer von der ANSSI SecNumCloud-qualifizierten Infrastruktur.
Was das für IT-Teams bei der MDM-Auswahl bedeutet
Apples Vorstoß in das kostenlose Gerätemanagement bestätigt, was die Branche längst weiß: grundlegendes MDM wird zur Massenware. Der Wert eines MDM eines Drittanbieters liegt nicht in den Funktionen, die Apple gerade kostenlos gemacht hat (Code-Sperre erzwingen, Fernlöschung, grundlegende App-Bereitstellung). Er liegt in allem, was Apple weggelassen hat: plattformübergreifende Unterstützung, App-Konfiguration, Kiosk-Modus, Fernwartung sowie granulare Kontrolle über Updates und Einschränkungen.
Wenn Apple Business heute 100 % Ihres Bedarfs abdeckt, nutzen Sie es. Es ist kostenlos und stammt vom Plattformhersteller. Doch wenn Sie diesen Artikel lesen, haben Sie vermutlich Anforderungen, die über die Grundlagen hinausgehen. Testen Sie Appaloosa 14 Tage kostenlos, registrieren Sie Ihre ersten 10 Geräte und vergleichen Sie die Kontrolle, die Sie erhalten. Wählen Sie in Apple Business "External Management", um Appaloosa als Ihre Lösung für das Gerätemanagement zu behalten.
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