Skip to main content

Glossar

PWA (Progressive Web App)

Eine Progressive Web App ist eine Webanwendung, die sich wie eine installierte App verhält: eigenes Symbol, Vollbild ohne Browserleiste, Offline-Betrieb über einen Service Worker. Für ein IT-Team ist sie der schnellste Weg, eine interne Anwendung auf iOS und Android zu bringen, allerdings mit weniger Kontrolle als bei einer nativen App.

So funktioniert es

Drei Bausteine machen eine Website zur PWA. Ein Manifest beschreibt Name, Symbol, Startadresse und Anzeigemodus. Ein Service Worker liegt als Skript zwischen App und Netzwerk, speichert Antworten zwischen und erlaubt Betrieb ohne Verbindung. Und HTTPS ist Pflicht, sonst registriert der Browser den Service Worker nicht.

Die Plattformen behandeln PWAs unterschiedlich. Android installiert sie über Chrome als WebAPK mit eigenem Eintrag im App-Drawer, und Sie können eine PWA sogar über managed Google Play als Web-App veröffentlichen und per MDM zuweisen. Auf iOS läuft die Installation über Safari und die Funktion Zum Home-Bildschirm; seit iOS 16.4 unterstützt Apple Web-Push-Nachrichten für installierte PWAs, was lange der größte Mangel war. In der EU hatte Apple diese Installation im Februar 2024 mit iOS 17.4 kurzzeitig entfernt und nach Kritik der Kommission wieder eingeführt.

Was bleibt, sind die Grenzen. Zugriff auf Bluetooth, NFC, Barcode-Hardware eines Handhelds oder tiefe Dateisystemoperationen fehlen auf iOS ganz oder teilweise. Und vom MDM aus lässt sich eine PWA auf iOS nicht als verwaltete App behandeln: Sie können ein Web-Clip-Symbol auf den Home-Bildschirm schieben, die Daten im Browserspeicher aber nicht selektiv löschen.

Warum es für eine Flotte wichtig ist

Der Vorteil ist Geschwindigkeit. Eine Codebasis, ein Deployment, kein Review, kein Signaturschlüssel, kein Versionschaos. Für eine interne Zeiterfassung oder ein Formular für Außendienstberichte reicht das oft völlig, und Sie sparen den Aufwand zweier nativer Apps.

Der Nachteil zeigt sich bei Sicherheit und Geräteanbindung. Eine PWA auf einem Privattelefon hinterlässt Firmendaten im Browserprofil, und beim Austritt des Mitarbeiters haben Sie keinen Knopf, der diese Daten entfernt. Wer Dokumente oder Kundendaten offline vorhält, sollte deshalb nativ bauen und per MDM verteilen, damit die selektive Löschung greift.

Pragmatische Linie aus Projekten: PWA für Formulare, Dashboards und Prozesse, die online stattfinden. Native App für alles, was Hardware anspricht, offline Daten hält oder unter Kioskbetrieb laufen muss.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa verteilt Web-Apps und Web-Clips neben nativen Apps in denselben Unternehmens-App-Store, pro Gerätegruppe, und verwaltet auf Android Web-Apps aus managed Google Play wie jede andere Zuweisung. Für Daten, die auf dem Gerät bleiben, empfehlen wir die native Variante mit verwalteter Installation, beschrieben auf der Seite Mobile Application Management.

Entdecken

Die ganze Plattform

Registrierung, Apps, Sicherheit, Fernsupport: alles an einem Ort.

Appaloosa entdecken

Appaloosa ausprobieren? Kostenlos starten

Häufige Fragen

Kann ich eine PWA per MDM installieren?
Unter Android ja, über eine Web-App in managed Google Play, die sich wie jede andere App zuweisen lässt. Auf iOS schieben Sie ein Web-Clip-Symbol per Profil auf den Home-Bildschirm, behandeln die PWA aber nicht als verwaltete App mit selektiver Löschung.
Funktionieren Push-Nachrichten auf dem iPhone?
Ja, seit iOS 16.4 für PWAs, die auf dem Home-Bildschirm installiert sind. Der Nutzer muss die Installation selbst vornehmen und die Benachrichtigungen erlauben. Im Safari-Tab allein gibt es keinen Push.
Wann lohnt sich stattdessen eine native App?
Sobald Sie Hardware wie Barcode-Scanner, NFC oder Bluetooth brauchen, Daten offline auf dem Gerät halten oder das Gerät im Kioskmodus betreiben. Auch für den Fall Mitarbeiter verlässt das Unternehmen ist die native Variante besser, weil die Arbeitsdaten gezielt entfernt werden können.