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Glossar

Geteiltes iPad

Geteiltes iPad ist ein Betriebsmodus, in dem sich mehrere Personen nacheinander mit ihrer eigenen verwalteten Apple-ID an demselben iPad anmelden und jeweils ihre eigenen Daten, Apps und Einstellungen vorfinden. Gedacht ist er für Geräte, die einem Ort gehören und nicht einer Person: Schichtbetrieb, Klassenraum, Pflegestation, Verkaufsfläche.

So funktioniert es

Apple hat die Funktion 2016 mit iOS 9.3 für Bildungseinrichtungen eingeführt und 2021 mit iPadOS 14.5 für Unternehmen geöffnet. Das iPad muss über Automated Device Enrollment betreut registriert sein, und der Modus wird bei der Registrierung gesetzt, nicht nachträglich. Die Anmeldung läuft über eine verwaltete Apple-ID aus Apple Business Manager oder Apple School Manager, nicht über ein privates Konto.

Der Datenbereich jedes Nutzers liegt in einem eigenen APFS-Volume auf dem Gerät. Bei der ersten Anmeldung wird er angelegt, bei der Abmeldung bleibt er zwischengespeichert, damit das nächste Anmelden derselben Person schnell geht. Wie viele Nutzer gleichzeitig vorgehalten werden, hängt vom Speicher ab: Apple nennt bis zu 24 auf Geräten mit 32 GB und bis zu 32 auf größeren Modellen. Läuft der Speicher voll, räumt das System die älteste Sitzung ab, und der Nutzer synchronisiert beim nächsten Mal neu.

Daneben gibt es den temporären Gastzugang, der bei der Abmeldung alle Daten verwirft, was für Besucherterminals und Prüfungssituationen passt. Apps werden geräteweit installiert, die Daten bleiben pro Nutzer getrennt. Nicht jede App kommt damit zurecht: Anwendungen, die Daten im gemeinsamen Container oder im Schlüsselbund des Geräts ablegen, verhalten sich unzuverlässig und sollten Sie vor dem Rollout testen.

Warum es für eine Flotte wichtig ist

Die Alternative zum geteilten iPad ist ein gemeinsames Konto für alle, und das bricht jede Nachvollziehbarkeit. Wenn in der Pflegedokumentation oder bei einer Lieferquittung nicht steht, wer den Eintrag gemacht hat, haben Sie ein Problem mit Revision und Haftung. Persönliche Anmeldung löst das ohne zusätzliche Hardware.

Wirtschaftlich rechnet sich der Modus bei Schichtbetrieb. Drei Schichten auf einem Gerät statt drei Geräten heißt ein Drittel der Anschaffung und ein Drittel der Verwaltung. Der Preis dafür ist Anmeldezeit: Beim erstmaligen Anmelden einer Person auf einem Gerät dauert das Einrichten des Volumes je nach Netz mehrere Minuten, was zum Schichtwechsel stört. Planen Sie WLAN mit ordentlicher Bandbreite ein und lassen Sie Stammnutzer nach Möglichkeit bei demselben Gerät.

Ehrlich zur Abgrenzung: Brauchen Sie nur einen festen App-Satz ohne persönliche Daten, ist der Kioskmodus einfacher und schneller. Geteiltes iPad lohnt sich erst, wenn persönliche Zuordnung tatsächlich gebraucht wird.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa registriert iPads über Apple Business Manager im Modus geteiltes iPad, verwaltet die verwalteten Apple-IDs für die Anmeldung, verteilt Apps und Konfigurationen geräteweit und sperrt Geräte bei Bedarf in den Kioskmodus, wenn persönliche Anmeldung nicht nötig ist. Verloren-Modus und Fernlöschung gelten wie auf jedem anderen betreuten Gerät, siehe die Seite zum iOS-MDM.

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Häufige Fragen

Kann ich ein bestehendes iPad auf geteilten Betrieb umstellen?
Nur mit Zurücksetzen und erneuter Registrierung, denn der Modus wird bei der Registrierung über Automated Device Enrollment gesetzt. Planen Sie das als Neuaufsetzen ein, inklusive Sicherung der lokalen Daten.
Wie viele Nutzer passen auf ein Gerät?
Apple nennt bis zu 24 zwischengespeicherte Nutzer auf Modellen mit 32 GB und bis zu 32 auf größeren. Die Zahl der insgesamt berechtigten Personen ist nicht begrenzt, nur der Cache. Fällt jemand aus dem Cache, dauert die nächste Anmeldung länger.
Funktionieren alle Apps im geteilten Betrieb?
Die meisten, aber nicht alle. Apps, die Daten im Gerätekontext oder im gemeinsamen Schlüsselbund ablegen, mischen unter Umständen Nutzerdaten oder verlangen erneutes Anmelden. Testen Sie Ihre Kernanwendungen mit zwei Konten auf einem Gerät, bevor Sie ausrollen.