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Glossar

Gemeinsam genutztes Gerät

Ein gemeinsam genutztes Gerät ist ein Firmengerät ohne festen Besitzer, das im Schichtbetrieb, im Laden oder auf der Station von wechselnden Personen benutzt wird, etwa ein Handscanner im Lager oder ein iPad in der Pflege. Für ein IT-Team bedeutet das, die Verwaltung vom Nutzer zu entkoppeln: kein persönliches Konto auf dem Gerät, Apps und Einstellungen pro Gerät statt pro Person, und ein Verfahren, das Daten zwischen zwei Schichten trennt.

So funktioniert es

Die Plattformen gehen unterschiedlich vor. Apple bietet mit Geteiltes iPad (Shared iPad) seit iPadOS 13.4 im Jahr 2020 auch für Unternehmen einen Mehrbenutzermodus: Jeder Nutzer meldet sich mit einer Managed Apple ID an, bekommt einen eigenen Datenbereich, und beim Abmelden bleibt nichts sichtbar. Voraussetzung sind Apple Business Manager, ein betreutes iPad mit mindestens 32 GB und ein MDM, das den Modus bei der Registrierung setzt. Für iPhones gibt es keinen Mehrbenutzermodus.

Android kennt seit Android 5 mehrere Benutzerprofile, und Android Enterprise erlaubt es dem MDM, auf einem vollständig verwalteten Gerät sekundäre Nutzer anzulegen und zu löschen. Seit Android 9 gibt es „ephemere Nutzer“, deren Daten beim Abmelden verschwinden. In der Praxis setzen viele Betriebe stattdessen auf den Kiosk-Modus mit einer einzigen App, die ihre eigene Nutzeranmeldung mitbringt, etwa die Lager-App mit Mitarbeiterausweis.

Der dritte Ansatz ist die App-Ebene. Das Gerät läuft mit einem generischen Profil, und die Anmeldung passiert in der App über SSO oder Badge-Scan. Microsoft bietet dafür den Shared Device Mode in Intune und den Microsoft-Apps, Appaloosa und andere MDMs setzen auf Kiosk-Modus plus verwaltete App-Konfiguration.

Was alle drei Ansätze gemeinsam haben: Das Gerät ist vollständig verwaltet oder dediziert, nie ein Arbeitsprofil. Und es hängt an Gruppe und Standort, nicht an einer Person.

Warum es für eine Geräteflotte wichtig ist

Gemeinsam genutzte Geräte sind das Rückgrat von Logistik, Einzelhandel und Gesundheitswesen, und sie werden anders behandelt als persönliche Geräte. Fällt eines aus, muss der Ersatz in Minuten einsatzbereit sein, ohne dass jemand ein Konto einrichtet.

Der Datenschutz ist heikler als er aussieht. Ein Pflegetablet, auf dem die Notizen der Frühschicht für die Spätschicht sichtbar bleiben, verletzt die Zweckbindung der DSGVO. Ein Scanner, auf dem ein Mitarbeiter sein privates Google-Konto einträgt, zieht Firmendaten in eine private Cloud.

Und die Zahlen sind anders. Ein persönliches Gerät hat einen Nutzer, ein gemeinsam genutztes zehn oder zwanzig. Verlust, Beschädigung und Akkuverschleiß pro Gerät liegen entsprechend höher, weshalb Inventar und Standortzuordnung im MDM sauber gepflegt sein müssen.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa verwaltet gemeinsam genutzte Geräte als vollständig verwaltete oder dedizierte Geräte: Registrierung per Zero-Touch, Knox Mobile Enrollment oder Apple Business Manager, Kiosk-Modus mit einer oder mehreren freigegebenen Apps, Zuweisung nach Gruppe und Standort, verwaltete App-Konfiguration, Compliance-Regeln und Fernlöschung bei Verlust. Wie sich Scanner, Tablets und Terminals ohne persönliches Konto betreiben lassen, beschreibt die Seite zu gemeinsam genutzten Geräten.

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Häufige Fragen

Brauchen gemeinsam genutzte Geräte für jeden Nutzer ein eigenes Konto?
Nicht zwingend. Beim Geteilten iPad ja, dort meldet sich jeder mit einer Managed Apple ID an. Bei Android-Scannern im Kiosk-Modus meist nein: Das Gerät hat kein persönliches Konto, und die Anmeldung passiert in der Fach-App per Ausweis oder SSO. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob mehrere Apps mit persönlichen Daten laufen oder nur eine.
Wie verhindere ich, dass Mitarbeiter ihr privates Konto auf einem gemeinsam genutzten Gerät einrichten?
Per MDM-Richtlinie auf einem vollständig verwalteten Gerät: Android Enterprise erlaubt das Sperren des Hinzufügens von Konten, iOS im betreuten Modus das Verbot der Apple-ID-Anmeldung und der Kontoänderung. Im Kiosk-Modus kommt der Nutzer ohnehin nicht in die Einstellungen. Auf einem Arbeitsprofil funktioniert das nicht, deshalb ist dieser Modus für gemeinsam genutzte Geräte ungeeignet.
Funktioniert der Fundmodus auch auf gemeinsam genutzten Geräten?
Ja, weil es sich um Firmengeräte handelt. Das MDM sperrt das Gerät, zeigt eine Kontaktnachricht an und meldet auf betreuten iOS-Geräten und vollständig verwalteten Android-Geräten den Standort. Da kein persönliches Konto auf dem Gerät liegt, ist die Standortabfrage datenschutzrechtlich unproblematischer als bei persönlichen Firmengeräten, sollte aber trotzdem in der Nutzungsrichtlinie stehen.