Glossar
Private App
Eine private App ist eine Anwendung, die ein Unternehmen selbst entwickelt oder entwickeln lässt und nur an die eigenen Geräte verteilt, ohne sie im öffentlichen App Store oder bei Google Play zu listen. Für ein IT-Team stellt sich damit die Frage, wie man eine APK oder IPA sicher signiert, versioniert und still auf Hunderte Geräte bringt, ohne Sideloading und ohne dass Nutzer Warnmeldungen wegklicken.
So funktioniert es
Bei Android gibt es zwei saubere Wege. Der erste ist Managed Google Play: Die APK wird über die Play Console als private App veröffentlicht, nur sichtbar für die Organisationen, die Sie freischalten. Google prüft das Paket, Play Protect scannt es, Updates laufen wie bei jeder Store-App. Seit 2019 geht das auch direkt aus der MDM-Konsole per Managed Play iframe, ohne eigenes Entwicklerkonto.
Der zweite Weg ist der Upload in die MDM-Konsole. Die APK liegt dann beim Anbieter, wird versioniert und per Device Owner oder im Arbeitsprofil still installiert. Das ist nötig, wenn die App nicht bei Google liegen darf, etwa aus Vertragsgründen, oder wenn Geräte ohne Google-Dienste laufen.
Bei Apple ist es enger. Custom Apps über Apple Business Manager sind der empfohlene Weg: Der Entwickler reicht die App bei App Store Connect ein, Apple prüft sie, und sie erscheint nur für die benannten Unternehmen in Apps und Bücher. Alternativ signiert das Unternehmen die IPA mit einem Zertifikat des Apple Developer Enterprise Program, das 299 Dollar im Jahr kostet und seit 2019 nur noch Organisationen ab 100 Mitarbeitern offensteht. Enterprise-Zertifikate laufen nach drei Jahren ab, das Provisioning Profile bereits nach einem.
In beiden Fällen ist die Installation für den Nutzer unsichtbar oder ein Klick im Unternehmens-Store. Kein „Unbekannte Quellen erlauben“, kein „Entwickler vertrauen“ in den iOS-Einstellungen.
Warum es für eine Geräteflotte wichtig ist
Private Apps sind oft die wichtigsten Apps der Flotte. Die Kommissionier-App im Lager, die Inspektions-App der Techniker, das Kassensystem im Laden. Fällt ihre Verteilung aus, steht der Betrieb.
Sideloading als Alternative ist auf dem Rückzug. Google hat 2025 begonnen, Android-Installationen aus unbekannten Quellen strenger zu behandeln, und ab 2026 verlangt Android eine Entwicklerverifizierung auch für Apps außerhalb des Play Store. Wer heute noch APKs per E-Mail verschickt, baut auf einem Fundament, das wegbricht.
Versionierung ist der zweite Grund. Läuft im Feld Version 3.2 und im Backend 3.4, gibt es Fehler, die niemand reproduzieren kann. Eine Konsole, die zeigt, welches Gerät welche Version hat, spart Tage.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa nimmt private Apps als APK oder IPA direkt in der Konsole entgegen, verwaltet ihre Versionen und weist sie Gerätegruppen zu. Custom Apps kommen über Apple Business Manager, Android-Apps wahlweise über Managed Google Play. Die Apps erscheinen im unternehmenseigenen App Store neben den öffentlichen Apps, mit verwalteter App-Konfiguration, wenn die App sie unterstützt. Details zum Store und zur Verteilung stehen auf der Seite zum Mobile Application Management.
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