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Glossar

MDM

MDM (Mobile Device Management) ist die Software, mit der ein IT-Team Smartphones, Tablets und Notebooks über eine einzige Konsole registriert, konfiguriert, absichert und überwacht. Sie spricht direkt mit dem Betriebssystem, deshalb greifen Richtlinien auch dann, wenn der Nutzer nicht mitspielt.

So funktioniert es

Jedes moderne Betriebssystem bringt einen Verwaltungskanal mit. Apple hat ihn seit iOS 4 im Jahr 2010, Google ergänzte Android Enterprise mit Android 5.0, und Windows stellt eigene Configuration Service Provider bereit. Ein MDM-Server hängt sich in diesen Kanal ein. Sobald ein Gerät registriert ist, schickt der Server Befehle (diese App installieren, sechsstelligen Code verlangen, Verschlüsselung aktivieren), und das Betriebssystem führt sie aus, ohne den Nutzer zu fragen.

Das Gerät meldet auch zurück: Modell, OS-Version, installierte Apps, ob ein Code gesetzt ist, ob es gejailbreakt oder gerootet wurde. Dieses Inventar macht Compliance-Prüfungen erst möglich.

Die Registrierung ist der Schritt, der am meisten entscheidet. Sie läuft manuell über einen QR-Code oder ein Profil, oder automatisiert über Apple Business Manager, Android Zero-Touch und Windows Autopilot. Im zweiten Fall ist das Gerät ab dem ersten Start verwaltet.

Warum es für eine Flotte wichtig ist

Ab 30 oder 40 Geräten trägt Handarbeit nicht mehr. Niemand ändert Einstellungen auf 200 Telefonen einzeln, und niemand weiß hinterher, ob auf dem verlorenen Tablet die Verschlüsselung aktiv war.

MDM beantwortet die drei Fragen, die nach einem Vorfall kommen: Welche Geräte haben wir, in welchem Zustand sind sie, und können wir dieses eine sofort löschen? Nebenbei verkürzt es das Onboarding. Neue Kollegen bekommen ein Telefon, das sich in Minuten selbst einrichtet, statt einen halben Tag beim Helpdesk zu verbringen.

Ein Haken bleibt. Vollständige Verwaltung auf einem privaten Telefon ist ein Eingriff, und genau dafür gibt es die BYOD-Varianten: Arbeitsprofil unter Android, User Enrollment unter iOS. Wählen Sie den Modus, der zum Eigentümer des Geräts passt.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa ist eine MDM-Plattform für iOS, iPadOS, Android, Windows und macOS. Sie registrieren Geräte über Apple Business Manager, Android Zero-Touch oder Windows Autopilot, verteilen Sicherheitsrichtlinien für Code, Verschlüsselung und Compliance, bringen öffentliche und private Apps aufs Gerät und sperren es bei Bedarf in den Kioskmodus. Fernlöschung und Fernwartung laufen aus derselben Konsole. Gehostet wird das Ganze in Frankreich auf SecNumCloud-qualifizierter Infrastruktur.

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Häufige Fragen

Kann mein Arbeitgeber über MDM meine Nachrichten oder Fotos sehen?
Auf einem vollständig verwalteten Firmengerät sieht die IT installierte Apps und den Gerätezustand, nicht den Inhalt von Nachrichten. Auf einem privaten Gerät mit Arbeitsprofil oder User Enrollment bleibt die private Seite für das MDM unsichtbar. Apple und Google dokumentieren je Modus genau, was offengelegt wird.
Was unterscheidet MDM von einem Virenscanner?
Ein Virenscanner sucht nach Schadcode. MDM konfiguriert und steuert das Gerät selbst: Registrierung, Code-Regeln, App-Verteilung, Verschlüsselung, Fernlöschung. Viele Teams setzen beides ein, doch erst das MDM macht ein Gerät überhaupt verwaltbar und prüfbar.
Lassen sich Geräte verwalten, die nicht über einen Fachhändler gekauft wurden?
Ja. Die manuelle Registrierung per QR-Code oder Profil funktioniert auf jedem unterstützten Gerät. Die automatisierte Variante über Apple Business Manager oder Android Zero-Touch setzt einen autorisierten Einkaufskanal voraus, Apple Configurator kann bestehende iPhones aber nachträglich in den ABM aufnehmen.