Glossar
Android Enterprise Recommended
Android Enterprise Recommended ist ein Gütesiegel von Google, das seit 2018 Geräte und seit 2019 auch MDM-Anbieter auszeichnet, die festgelegte Anforderungen an Verwaltbarkeit, Sicherheitsupdates und Zero-Touch-Unterstützung erfüllen. Für ein IT-Team ist es eine Einkaufsliste: Wer nur Recommended-Geräte und einen Recommended-Anbieter wählt, erspart sich Überraschungen bei Registrierung und Update-Versorgung.
So funktioniert es
Google veröffentlicht die Anforderungen und prüft sie selbst. Für Smartphones und Tablets gehören dazu: Auslieferung mit einer aktuellen Android-Version, Sicherheitsupdates mindestens 90 Tage nach Veröffentlichung durch Google und über mindestens drei Jahre, Unterstützung von Zero-Touch, Arbeitsprofil und vollständig verwaltetem Modus, mindestens 2 GB RAM und 32 GB Speicher. Robuste Geräte haben ein eigenes Anforderungsprofil mit längeren Update-Fristen, Schutzklassen nach IP und Sturzfestigkeit.
Für MDM-Anbieter gibt es seit 2019 ein eigenes Programm. Geprüft wird, ob die Konsole alle Android-Enterprise-Funktionen abbildet: die drei Verwaltungsmodi, Managed Google Play, OEMConfig, Zero-Touch, verwaltete App-Konfiguration. Google verlangt dazu geschulte Support-Teams und die Teilnahme an Beta-Programmen für neue Android-Versionen.
Die Listen sind öffentlich und werden laufend angepasst. Ein Gerät, das die Update-Zusage nicht mehr erfüllt, fliegt raus. Samsung, Google Pixel, Zebra, Honeywell, Nokia (HMD) und Sony stellen den Großteil der gelisteten Geräte, bei robusten Modellen kommen Panasonic und Getac dazu.
Warum es für eine Geräteflotte wichtig ist
Der Android-Markt ist unübersichtlich. Über 20 relevante Hersteller, jeder mit eigener Oberfläche, eigenem Update-Rhythmus und eigenen Vorstellungen davon, welche Verwaltungsfunktionen er implementiert. Recommended zieht eine Linie, unter der Sie nicht kaufen sollten.
Konkret ersparen Sie sich zwei klassische Probleme. Erstens Geräte, die zwar Android Enterprise angeben, bei denen aber der Kiosk-Modus oder die OEMConfig-Anbindung nur teilweise funktioniert. Zweitens Geräte, die nach 18 Monaten keinen Sicherheits-Patch mehr bekommen und damit jede Compliance-Richtlinie reißen.
Das Siegel ist keine Garantie für alles. Es sagt nichts über die Qualität der Hardware im Alltag, den Akku oder den Support des Händlers. Und Geräte ohne Siegel sind nicht automatisch schlecht, sie sind nur ungeprüft.
Bei Ausschreibungen hilft die Liste als neutrale Referenz: „Android Enterprise Recommended“ als Muss-Kriterium ist präziser als „muss verwaltbar sein“.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa verwaltet Android-Geräte über Android Enterprise, unabhängig davon, ob sie auf der Recommended-Liste stehen, sofern sie die Android-Enterprise-APIs unterstützen. Registrierung per Zero-Touch oder Knox Mobile Enrollment, App-Verteilung über Managed Google Play oder als eigene APK, OEMConfig für Hersteller-Einstellungen, Kiosk-Modus für dedizierte Geräte. Welche Funktionen je Verwaltungsmodus zur Verfügung stehen, beschreibt die Seite zum Android-MDM.
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