Glossar
Android Enterprise
Android Enterprise ist das Programm von Google samt zugehöriger APIs, das Android-Geräte für ein MDM auf standardisierte Weise verwaltbar macht. Es legt die Verwaltungsmodi fest (Arbeitsprofil, vollständig verwaltetes Gerät, dediziertes Gerät, Arbeitsprofil auf Firmengerät), dazu die Registrierungsmethoden und Managed Google Play, damit sich ein zertifiziertes Gerät unter Verwaltung markenunabhängig gleich verhält.
So funktioniert es
Google startete das Programm 2015 als Android for Work und benannte es 2018 in Android Enterprise um. Am Prinzip hat sich nichts geändert: Statt dass jeder Hersteller eigene Verwaltungsfunktionen mitliefert, stellt Android selbst einen einheitlichen Satz von APIs bereit, den jedes MDM ansprechen kann. Auf dem registrierten Gerät läuft eine Steuerungs-App (der Device Policy Controller), die Richtlinien vom MDM empfängt und lokal durchsetzt, auch offline.
Vier Modi decken die üblichen Eigentumsverhältnisse ab. Das Arbeitsprofil kapselt einen Firmencontainer auf einem privaten Smartphone. Der vollständig verwaltete Modus (COBO) übergibt das gesamte Gerät an das MDM. Das dedizierte Gerät, früher COSU, sperrt ein Terminal auf eine oder wenige Apps, etwa für Kioske und Scanner. Und seit Android 11 deckt das Arbeitsprofil auf Firmengeräten den COPE-Fall ab: mehr Kontrolle als bei BYOD, aber ein privater Bereich, den der Administrator nicht einsehen kann.
Die Registrierung hängt vom Modus ab. Ein privates Smartphone kommt über ein Google-Konto oder einen vom Administrator verschickten Link in die Flotte. Ein Firmengerät wird direkt aus dem Einrichtungsassistenten provisioniert: per QR-Code, per afw#-Kennung im Google-Anmeldefeld oder per Zero-Touch, wenn das Gerät bei einem Zero-Touch-Händler gekauft wurde. Apps kommen aus Managed Google Play, dem vom Unternehmen kuratierten Store.
Warum es für eine Flotte wichtig ist
Vor Android Enterprise lief die Verwaltung über die alten Device-Admin-APIs, die seit Android 10 als veraltet gelten und sich je nach Marke unterschiedlich verhielten. Sie schrieben eine Richtlinie für Samsung und sahen ihr beim Scheitern auf einem Zebra-Scanner zu.
Das Programm löst dieses Problem. Eine Passwortrichtlinie, eine App-Freigabeliste oder eine WLAN-Konfiguration wirkt auf einem Pixel, einem Galaxy oder einem robusten Honeywell-Terminal gleich, sofern das Gerät die Google-Zertifizierung bestanden hat. Herstellerspezifisches (Knox-Einstellungen, Scanner-Auslöser) läuft über OEMConfig statt über einen separaten Agenten. Für ein IT-Team heißt das: ein Regelwerk statt fünf, und ein Gerät, das nachweisbar verwaltet ist oder eben nicht.
Auch für Audits zählt das. Vollständig verwaltete Geräte lassen sich aus der Ferne löschen, Arbeitsprofile entfernen, ohne Fotos anzurühren, und Factory Reset Protection hält ein gestohlenes Gerät aus dem Umlauf.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa unterstützt Android Enterprise in allen vier Modi aus einer Konsole heraus. Sie registrieren Geräte per QR-Code, afw#-Kennung oder Zero-Touch, verknüpfen Ihre Managed-Google-Play-Organisation für öffentliche und private Apps und verteilen OEMConfig-Schemata für Hardware von Samsung, Zebra und Honeywell. Kioskmodus, Fernlöschung und App-Konfiguration gehören zum selben Regelwerk. Die vollständige Funktionsliste finden Sie auf der Seite zum Android-MDM.
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