Glossar
Arbeitsprofil
Ein Arbeitsprofil ist ein separater, verschlüsselter Container, den Android Enterprise auf einem Gerät anlegt, um Firmen-Apps und Firmendaten von privaten Inhalten zu trennen. Das MDM verwaltet nur den Inhalt des Profils: Es kann ihn konfigurieren, einschränken oder löschen, ohne die Fotos, Nachrichten oder privaten Apps des Nutzers zu sehen.
So funktioniert es
Technisch ist das Arbeitsprofil ein zweiter Android-Nutzer auf demselben Gerät, mit eigenem Speicher, eigenen App-Kopien und eigenem Verschlüsselungsschlüssel. Google führte es 2014 mit Android 5.0 ein, und seitdem ist es die Standardantwort auf BYOD unter Android.
Sobald das Profil existiert, zeigt der Launcher zwei Reiter oder zwei Symbolgruppen: Arbeits-Apps tragen ein kleines Aktentaschen-Symbol. Gmail im privaten Reiter und Gmail im Arbeitsreiter sind zwei getrennte Installationen, die keine Daten teilen. Das MDM bestimmt, was auf die Arbeitsseite kommt: Apps aus Managed Google Play, ein Mailkonto, WLAN- und VPN-Einstellungen, eine Passcode-Richtlinie nur für das Profil.
Daten überwinden die Trennwand nur, wenn der Administrator es erlaubt. Kopieren und Einfügen, Dateifreigabe, Kontaktabgleich für die Anruferkennung, Screenshots: Jeder Punkt ist ein Schalter. Der Nutzer kann das Arbeitsprofil abends mit einem Tipp pausieren, dann bleiben Arbeitsbenachrichtigungen bis zum nächsten Morgen stumm.
Es gibt zwei Varianten. Auf einem privaten Gerät legt der Nutzer das Profil über die App Android Device Policy oder einen Link an und kann es jederzeit löschen. Auf einem Firmengerät, das seit Android 11 registriert wird, entsteht das Profil bei der Provisionierung, und der Administrator behält zusätzlich einige gerätweite Einstellungen (Update-Richtlinie, bestimmte Einschränkungen).
Warum es für eine Flotte wichtig ist
Ohne Arbeitsprofil bleiben für ein privates Smartphone zwei schlechte Optionen: nichts verwalten und hoffen, oder das ganze Gerät übernehmen und sich mit Datenschutzbeschwerden befassen. Das Profil eröffnet einen dritten Weg, den Personalabteilung und Betriebsrat tatsächlich unterschreiben.
Der Administrator bekommt, was die Sicherheitsrichtlinie verlangt: verschlüsselte Firmendaten, einen erzwungenen Passcode für das Profil, Apps in der richtigen Version und eine selektive Löschung am Tag des Austritts. Der Mitarbeiter behält ein Smartphone, das sich weiterhin wie sein eigenes anfühlt. In der Praxis ist das der Unterschied zwischen 90 % registrierter Belegschaft und einer Schattenflotte aus unverwalteten WhatsApp-Gruppen.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa registriert private Android-Geräte im Arbeitsprofil-Modus und Firmengeräte mit Arbeitsprofil, wenn Sie ein COPE-Setup wünschen. In der Konsole weisen Sie dem Profil Apps aus Managed Google Play und private APKs zu, legen Passcode- und Datenfreigaberegeln fest und löschen bei Bedarf nur das Profil. Die private Seite des Geräts bleibt außer Reichweite. Details finden Sie auf der Seite zum Android-MDM.
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