Glossar
Factory Reset Protection
Factory Reset Protection (FRP) ist ein Diebstahlschutz von Android, der ein Gerät nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen gesperrt hält, bis sich ein Konto anmeldet, das vor der Löschung darauf eingerichtet war. Auf einem verwalteten Gerät kann das MDM die zugelassenen Konten festlegen, sodass ein gestohlenes oder zurückgesetztes Firmentelefon außerhalb der Flotte unbrauchbar bleibt.
So funktioniert es
Google führte FRP 2015 mit Android 5.1 ein, nachdem Smartphone-Diebstahl in mehreren US-Städten zum Politikum geworden war. Der Mechanismus ist simpel: Wird ein Google-Konto auf einem Gerät hinzugefügt, landet seine Kennung in einer kleinen geschützten Partition, die ein Zurücksetzen übersteht. Nach dem Reset liest der Einrichtungsassistent diese Partition und verweigert die Fortsetzung, bis sich ein passendes Konto anmeldet.
Der rechtmäßige Besitzer, der sein eigenes Telefon zurücksetzt, merkt davon nichts. Ein Dieb, der es über den Recovery-Modus löscht, landet auf dem Google-Konto-Bildschirm und kommt nicht weiter. Seit Android 7 greift die Sperre auch, wenn das Gerät per Kabel oder Fastboot zurückgesetzt wird, was die einfachen Umgehungen schließt.
Auf einem Android-Enterprise-Gerät übernimmt das MDM diese Einstellung. Der Administrator kann FRP ganz abschalten, was bei häufig neu provisionierten Kiosken üblich ist, oder, nützlicher, eine oder mehrere Kennungen von Firmen-Google-Konten als einzige Konten hinterlegen, die das Gerät nach einem Reset entsperren dürfen. Diese Konten müssen auf dem Gerät nicht angemeldet sein: FRP prüft die Liste, nicht die aktive Sitzung.
Samsung legt auf Galaxy-Geräten eine eigene Schicht darüber, und Knox Guard kann bei finanzierter oder geleaster Hardware zusätzlich zu FRP aus der Ferne sperren.
Warum es für eine Flotte wichtig ist
Ohne konfiguriertes FRP wird ein vollständig verwaltetes Gerät nach dem Zurücksetzen zu einem sauberen Konsumententelefon. Wer es in der Hand hält, richtet es mit einem beliebigen Konto ein, und Ihre einzige Spur ist ein Gerät, das sich nicht mehr meldet. Mit FRP, das an ein Firmenkonto gebunden ist, bleibt dasselbe Telefon für jeden außer Ihrem IT-Team ein Briefbeschwerer.
Das Risiko wirkt auch in die andere Richtung. War zuletzt ein privates Google-Konto auf dem Gerät und der Mitarbeiter ist weg, kann es nach einem Reset niemand mehr entsperren. Flottenverantwortliche lernen das an dem Tag, an dem 20 Geräte aus einer Tochtergesellschaft zurückkommen und die Hälfte ein Passwort verlangt, das niemand kennt. Die zugelassenen Konten vor dem Rollout festzulegen und zu dokumentieren verhindert genau das.
So handhabt es Appaloosa
Appaloosa verwaltet Factory Reset Protection auf vollständig verwalteten und dedizierten Android-Geräten: Sie aktivieren oder deaktivieren es per Richtlinie und hinterlegen die Firmen-Google-Konten, die ein Gerät nach dem Zurücksetzen entsperren dürfen. Zusammen mit Fernlöschung und einem im Einstellungsmenü gesperrten Werksreset schließt das die Lücke bei verlorener oder gestohlener Hardware. Der Rest des Sicherheitswerkzeugkastens steht auf der Seite zum Android-MDM.
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