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Glossar

Endpoint Security

Endpoint Security bezeichnet den Schutz der Endgeräte selbst: Laptops, Smartphones, Tablets, Kassensysteme. Der Ansatz geht davon aus, dass das Gerät die eigentliche Angriffsfläche ist, und kombiniert Härtung, Erkennung und Reaktion statt sich auf die Firewall am Netzrand zu verlassen.

So funktioniert es

Drei Schichten greifen ineinander. Erstens Härtung: Verschlüsselung der Datenträger, Sperrcode, aktuelle Systemversion, abgeschaltete Funktionen, die niemand braucht. Diese Schicht liefert das MDM, weil sie aus Richtlinien besteht, nicht aus Erkennung. Zweitens Erkennung und Reaktion, klassisch EDR auf Windows und macOS, mit Verhaltensanalyse und Telemetrie in ein SOC. Drittens die mobile Variante, Mobile Threat Defense, die nach gerooteten Geräten, bösartigen Profilen, Phishing-Links und unsicheren WLANs sucht.

Auf iOS und Android funktioniert das anders als auf einem PC. Beide Systeme isolieren Apps in einer Sandbox, sodass kein Schutzprogramm fremde Prozesse scannen kann. Ein mobiler Agent arbeitet daher mit Signalen, die die Plattform freigibt: Systemintegrität, Konfigurationsprofile, Netzwerkverhalten, DNS-Anfragen. Wer einen Virenscanner nach PC-Muster für iPhones sucht, sucht etwas, das die Plattform nicht zulässt.

Der Trend der vergangenen Jahre ist die Konsolidierung. Microsoft Defender for Endpoint, CrowdStrike Falcon und SentinelOne deckeln PC und Mobilgerät aus einer Konsole, und die Verteilung des Agenten selbst läuft über das MDM. Ohne Geräteverwaltung haben Sie keinen verlässlichen Weg, den Agenten auf 800 Telefone zu bringen und dort zu halten.

Warum es für eine Flotte wichtig ist

Die meisten Vorfälle in mobilen Flotten sind unspektakulär: ein verlorenes Telefon ohne Sperrcode, eine veraltete Systemversion mit bekannter Lücke, ein Mitarbeiter, der auf einen SMS-Link klickt. Gegen alle drei helfen Richtlinien mehr als Erkennung. Genau deshalb ist die Basisarbeit im MDM der Teil mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

Regulatorisch wird es konkreter. NIS2 verlangt von betroffenen Unternehmen Maßnahmen zur Erkennung und Behandlung von Vorfällen, und Prüfer fragen nach Nachweisen pro Gerätetyp. Eine Flotte, in der 120 Android-Geräte nicht im Inventar stehen, produziert an dieser Stelle eine Lücke, die keine EDR-Lizenz schließt.

Eine ehrliche Abgrenzung zu Konkurrenten: Intune bringt mit Defender eine enge Integration für Microsoft-Umgebungen mit. Wer dagegen vor allem Android-Handhelds, Kioskgeräte und private Apps betreibt, braucht weniger Telemetrie und mehr Kontrolle über Verteilung und Konfiguration.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa setzt die Basisschicht durch: Verschlüsselung, Sperrcode, Mindestversionen des Betriebssystems, Erkennung von Jailbreak und Rooting, Sperren riskanter Funktionen, Pflichtinstallation Ihres Sicherheitsagenten und selektive oder vollständige Fernlöschung. Geräte, die aus dem Rahmen fallen, verlieren den Zugriff auf verwaltete Apps. Den Überblick gibt die Seite Mobile Device Management.

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Häufige Fragen

Brauche ich einen Virenscanner auf iPhones?
Einen klassischen Scanner gibt es auf iOS nicht, weil die Sandbox kein Durchsuchen anderer Apps erlaubt. Sinnvoll sind stattdessen Mobile-Threat-Defense-Agenten, die Systemintegrität, Profile, Netzwerk und Phishing prüfen. Die Basis bleibt eine Richtlinie im MDM.
Ersetzt ein MDM eine EDR-Lösung?
Nein, die beiden Werkzeuge machen Unterschiedliches. Das MDM härtet, inventarisiert und reagiert auf Geräteebene, EDR erkennt Angriffsverhalten und liefert Telemetrie an ein SOC. Auf Windows und macOS brauchen Sie beides, auf Mobilgeräten ist das MDM die Pflicht und MTD die sinnvolle Ergänzung.
Womit fängt man in einer mobilen Flotte an?
Mit Inventar und Basisrichtlinien: Jedes Gerät registriert, Sperrcode und Verschlüsselung erzwungen, Mindestversion definiert, Fernlöschung getestet. Diese Schritte verhindern mehr Vorfälle als jede zusätzliche Erkennungslizenz.