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Glossar

Gerätekonformität

Gerätekonformität beschreibt, ob ein Gerät die Regeln erfüllt, die Ihre Organisation für den Zugriff auf Firmendaten festgelegt hat: Sperrcode, Verschlüsselung, Systemversion, Pflicht-Apps, kein Rooting. Das MDM prüft diese Punkte fortlaufend und macht daraus einen Status, auf den andere Systeme reagieren können.

So funktioniert es

Sie definieren Regeln pro Gerätegruppe, und der Verwaltungsagent oder das Betriebssystem meldet die passenden Werte zurück. Typisch sind Mindestversion von iOS oder Android, aktivierte Verschlüsselung, gesetzter Sperrcode mit Mindestlänge, installierte Pflicht-Apps, Abwesenheit von Jailbreak oder Rooting und ein maximaler Abstand zum letzten Kontakt. Jede Regel bekommt eine Folge: Hinweis an den Nutzer, Sperre verwalteter Apps, Entzug von Zertifikaten, Löschen der Arbeitsdaten.

Die Prüfung ist kein Dauerlauf. Geräte melden sich in Intervallen, typisch alle paar Stunden, und auf Befehl sofort. Dazwischen kennt die Konsole nur den letzten Stand, weshalb ein Gerät mit drei Tagen ohne Kontakt in vielen Flotten selbst als nicht konform gilt. Das ist eine sinnvolle Regel, weil Stille fast immer bedeutet, dass etwas nicht stimmt: ausgeschaltet, Profil entfernt, verloren.

Wichtig ist die Kulanzfrist. Eine neue Regel, die sofort greift, sperrt am Montagmorgen hunderte Geräte aus, deren Nutzer nicht wissen warum. Gängige Praxis sind 24 bis 72 Stunden mit Hinweis auf dem Gerät, bevor die Folge eintritt, und eine Ausnahmeliste für Geräte, bei denen ein Update nachweislich nicht verfügbar ist.

Warum es für eine Flotte wichtig ist

Konformität ist das Signal, das eine Zugriffsentscheidung überhaupt erst informiert. Ohne sie prüft Ihr Identitätsanbieter nur, wer sich anmeldet, nicht von was. Mit ihr können Sie Zugriff auf Postfach und Dateien an einen geprüften Gerätezustand binden, was der praktische Kern von Zero Trust ist.

Für Prüfungen liefert die Konformitätsauswertung außerdem Zahlen, die Sie sonst nicht haben. Wie viele Geräte laufen auf einer veralteten Systemversion? Wie viele ohne Verschlüsselung? Wie lange dauert es im Schnitt, bis ein Gerät nach einer neuen Regel wieder konform ist? Diese Kennzahlen beantworten die Fragen aus NIS2-Audits und Versicherungsfragebögen direkt.

Ein Ratschlag aus Rollouts: Fangen Sie mit drei Regeln an, nicht mit fünfzehn. Sperrcode, Verschlüsselung, Mindestversion. Wenn diese drei flottenweit grün sind, haben Sie den größten Teil des Risikos erledigt, und der Helpdesk hat eine überschaubare Menge an Fällen.

So handhabt es Appaloosa

Appaloosa prüft registrierte iOS-, Android-, Windows- und macOS-Geräte fortlaufend auf Systemversion, Sperrcode, Verschlüsselung, Pflicht-Apps, Rooting und letzten Kontakt. Fällt ein Gerät aus dem Rahmen, bekommt der Nutzer eine Meldung, verliert den Zugriff auf verwaltete Apps oder es werden die Arbeitsdaten entfernt. Den Status können Ihre Zugriffsrichtlinien auswerten, siehe die Seite Mobile Device Management.

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Häufige Fragen

Wie schnell merkt die Konsole, dass ein Gerät nicht mehr konform ist?
Beim nächsten Kontakt, typischerweise innerhalb weniger Stunden, oder sofort, wenn Sie eine Prüfung anstoßen. Deshalb gehört ein Schwellenwert für den letzten Kontakt in jede Regelsammlung: Ein Gerät, das sich tagelang nicht meldet, sollten Sie wie ein nicht konformes behandeln.
Mit welchen Regeln sollte man anfangen?
Sperrcode, Geräteverschlüsselung und eine Mindestversion des Betriebssystems. Diese drei deckeln den größten Teil des realen Risikos und erzeugen überschaubar viele Supportfälle. Weitere Regeln kommen danach, jede mit einer Kulanzfrist.
Was passiert mit privaten Daten auf einem nicht konformen BYOD-Gerät?
Nichts. Die Folgen betreffen nur den verwalteten Teil: Arbeits-Apps, Zertifikate, Firmendaten im Arbeitsprofil oder im verwalteten Bereich. Private Fotos, Nachrichten und Apps bleiben unberührt, und diese Trennung sollten Sie den Nutzern auch so kommunizieren.